Konzerte
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Freitag, 12. Juni 2026 – Palais Bellevue
19:00 Uhr
percussion & piano
Hannes Vonmetz – Schlagwerk
Çya Bazzaz – Klavier

Hannes Vonmetz studiert seit 2023 in der Solistenklasse von Prof. Simone Rubino an der Universität der Künste Berlin.
2024 debütierte Vonmetz in der Berliner Philharmonie. Im darauffolgenden Jahr präsentierte er dort sein Debütprojekt The Latin America Project, das sich den Musiktraditionen Lateinamerikas widmet und vier Uraufführungen lateinamerikanischer Komponisten umfasste.
Er trat bei renommierten Festivals und in bedeutenden Sälen wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Südtirol Festival Meran und dem Wiener Konzerthaus auf und ist Stipendiat u. a. von Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin, der Studienstiftung des deutschen Volke und wird gefördert durch die Freunde junger Musiker Berlin e. V.
Kammermusikalisch arbeitete er mit Musiker*innen wie Anastasia Kobekina und Simone Rubino zusammen.
Regelmäßig ist seine Arbeit in RAI Südtirol, im ORF und im Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Çya Bazzaz ist Komponist und Pianist, geboren in Berlin in einer kurdischen Familie, die in den 1990er Jahren nach Deutschland floh, um der politischen Verfolgung durch das Saddam-Regime zu entkommen. Er begann mit 17 Jahren Klavierunterricht und bestand bemerkenswerterweise innerhalb weniger Jahre die Aufnahmeprüfungen für Komposition und künstlerisches Klavier an der Universität der Künste Berlin.
Derzeit absolviert er einen Master in Komposition bei Prof. Elena Mendoza und einen Artistic Piano (Solist) Master bei Prof. Lucas Blondeel an der UdK Berlin. Seine Kompositionen umfassen Orchester-, Kammer- und Vokalmusik, oft angereichert mit theatralischen, elektronischen oder multimedialen Elementen.
Derzeit komponiert Bazzaz ein Klavierkonzert, das er als Solist uraufführen will. Er entwickelt auch innovative Rezitalformate, die klassisches und zeitgenössisches Repertoire mit musikalischen Traditionen aus verschiedenen Kulturen der Welt verbinden - oft mit theatralischen und multimedialen Elementen.
Freitag, 4. September 2026 – Hauskonzert
19:00 Uhr
Johanna C. Müller – Violine

© Lionel Tan
Johanna Cornelia Müller begann im Alter von 5 Jahren mit dem Geigenspiel. Sie erhielt zunächst Unterricht von Hartmut Opolka und Hans-Hagen Menz am Konservatorium in Halle (Saale) und setzte ihre Ausbildung später am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar bei Anne-Kathrin Lindig fort. 2017 nahm sie ihr Studium an der Universität der Künste Berlin bei Nora Chastain auf, welches sie seit dem Frühjahr 2023 im Master fortführt.
Neue Perspektiven erlangte sie durch ein Kammermusikstudium mit dem Arion Piano Trio bei Dirk Mommertz (Fauré Quartett) an der Hochschule für Musik und Theater München und einem Auslandsaufenthalt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von Rainer Küchl (ehem. 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker).
Sie ist Preisträgerin des internationalen Ysaÿe-Wettbewerbs in Liège/ Lüttich (Belgien) und gewannin unterschiedlichen Besetzungen von Klaviertrio bis Streichsextett Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben wie dem Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb und dem Kammermusikwettbewerb der Alice- Samter-Stiftung.
Als „[…]aktive und neugierige Studentin, die jede Möglichkeit zur Weiterentwicklung nutzt […]“ (Nora Chastain, Violine) besuchte sie Meisterkurse u.a. von Igor Ozim, Lisa Batiashvili, Eberhard Feltz, Kolja Blacher, Zakhar Bron, Ana Chumachenco und Gerhard Schulz. Bereits während ihres Bachelorstudium erhielt sie einen Zeitvertrag als stellv. Konzertmeisterin der Komischen Oper Berlin, spielte an selbiger Position als Aushilfe an der Deutschen Oper Berlin und war Konzertmeisterin des Zermatt-Festivalorchesters.
Jüngst wurde Johanna Cornelia Müller vom Bayerischen Kammerorchester und den Bregenzer Festspielen als Konzertmeisterin angefragt.
Sie war u.a. Stipendiatin der Jütting-Stiftung und wird von der Paul-Hindemith- Gesellschaft in Berlin, den Freunden Junger Musiker Berlin und der Konrad-Adenauer- Stiftung unterstützt. Johanna Cornelia Müller spielt ein Instrument von J.B. Vuillaume (Paris 1862), welches ihr privat zur Verfügung gestellt wird.
Freitag, 16. Oktober 2026 – Palais Bellevue
19:00 Uhr
FJM-Stipendiatenkonzert:
Liya Chybanhu

Liya Chybanhu, 23 Jahre alt, stammt aus Minsk (Belarus). Ihre Großmutter, Pianistin, eröffnete ihr bereits im frühen Kindesalter den Zugang zur Musik. Als Siebenjährige begann sie Flöte zu spielen – ein Instrument, das durch seine Klangfarbe, Ausdruckskraft und emotionale Tiefe sie besonders stark berührt. Ihre erste musikalische Ausbildung erhielt sie an einem eigens dafür spezialisierten Musikgymnasium in Minsk. Schon dort sammelte sie prägende künstlerische Erfahrungen, u. a. durch Auftritte als Solistin im heimischen Symphonieorchester sowie desweiteren durch Teilnahmen an regionalen und internationalen Wettbewerben und Festivals in Belarus, in der Ukraine, in Russland und Deutschland.
Seit 2023 lebt sie in Deutschland und studiert in der Flötenklasse von Jens Josef an der Musikakademie der Stadt Kassel »Louis Spohr«. Neben ihrem Studium wirkt sie mit im Orchester Camerata-Kassel (Junge Camerata) und beteiligt sich darüber hinaus an unterschiedlichen Projekten, die von Kammermusik bis zu interdisziplinären Formen reichen. Einen wichtigen Impuls erhielt ihre künstlerische Entwicklung durch einen Masterkurs für Improvisation in Russland. Heute improvisiert sie in verschiedenen Stilrichtungen – klassisch, jazzinspiriert, barock und »zeitgenössisch«.
Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie mit großer Begeisterung Kinder und Jugendliche, wobei insbesondere die Kunst der Improvisation darin eine zentrale Rolle spielt. »Musik verstehe ich stets, sowohl künstlerisch als auch pädagogisch, als einen Raum der Freiheit, des Ausdrucks, der humanen Begegnung!«
Das vom Kasseler Verein der »Freunde Junger Musiker« ausgelobte Stipendium, welches ihr nach einem ordentlichen Wettbewerbsverfahren in der Musikakademie von einer Fachjury zugesprochen wurde, erleichtert es ihr, über einen längeren Zeitraum hinweg ihr Flötenspiel weiter zu perfektionieren.