Musikfest Kassel 2021 – documenta-Halle

     
PROGRAMM

 

Dienstag 21. September 2021
 

17 und 20 Uhr ∙ documenta-Halle

RUHE UND VERÄNDERUNG

Ragna Schirmer spielt Johann Sebastian Bachs
»Goldbergvariationen« BWV 988

Die Goldbergvariationen begleiten Ragna Schirmer schon seit über dreißig Jahren. Neben einem als Referenz-Einspielung gewürdigten CD-Debut aus dem Jahr 2000 sprechen auch die beiden Bachpreise 1992 und 1998 beim Internationalen Wettbewerb in Leipzig für ihre eminente Erfahrung mit diesem Komponisten.

 

»Nicht Bach! Meer sollte er heissen:
wegen seines unendlichen, unerschoepflichen Reichtums
an Tonkombinationen und Harmonien.«

(Ludwig van Beethoven)

Ragna Schirmer; Foto: Maike Helbig

Ragna Schirmer
Die international renommierte deutsche Pianistin besticht durch ihren musikalischen Charakterisierungswillen. Der – bislang einmalig – mit je zwei ECHO-Klassik und Johann Sebastian Bach-Preisen ausgezeichneten Pianistin geht es dabei in ihren Konzerten immer auch um eine Sinn stiftende Dramaturgie. Dazu zählen auch ihre publikumswirksamen Moderationen, die jeden Auftritt zu einem erweiterten Erlebnisraum werden lassen. Die Künstlerin, die sich die Händel-Stadt Halle zu ihrem Lebensmittelpunkt erkoren hat, liebt das Mitspielen auf der Bühne, insbesondere das Spiel mit Puppen. So ist das renommierte Puppentheater Halle, das auf eine alte Tradition zurückblickt, gewissermaßen eine zweite künstlerische Heimat neben ihrer anspruchsvollen Lehr- und Konzerttätigkeit. Beim Musikfest 2019 erspielte sie sich mit diesen Puppen das »pianistische Leben« der Clara Schumann.

                   


Mittwoch 22. September 2021
 
15 Uhr  Präsentation Videowettbewerb CLASSIC-CLIP 2009–2018 ∙ Preisträgerarbeiten aus sechs Videowettbewerben

17 und 20 Uhr ∙ documenta-Halle

GRENZEN UND HORIZONTE

Pauline Sachse, Viola, und Alexej Gorlatch, Klavier

Vogler Quartett
Tim Vogler und Frank Reinecke, Violinen ∙ 
Stefan Fehlandt, Viola ∙ Stephan Forck, Violoncello. 

Alexandre Tansman:  Streichquartett Nr. 4 (1935)
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur  KV 515
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58 (Bearbeitung
für Klavierquintett)

 


»Die Grenzen sind noch nicht gesteckt,
die Talent und Fleiß entgegenriefen:
bis hierher und nicht weiter!«
(Ludwig van Beethoven)

Vogler Quartett; Foto: Özgür Albayrak

Vogler Quartett
Individualität, die sich im Gemeinsamen entfaltet – hier liegt wohl das Geheimnis des Vogler Quartetts, welches seit 1985 in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Mit kammer­musikalischer Intelligenz, spieltechnischer Souveränität und interpretatorischem Feingefühl lassen Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck einen unverkennbaren Streichquartettklang entstehen, der dank der lebendigen Ensemblekultur immer neue Perspektiven gewinnt. Neben der Konzerttätigkeit engagieren sich die Musiker stark für den musikalischen Nachwuchs. Im Bereich der Musikvermittlung zählen die Instrumentalisten zu den aktivsten deutschen Kammermusikensembles. Sie verwirklichen Kinder- und Jugendprojekte beim jährlichen Festival »Musik in Drumcliffe« in Irland und seit 2005 bei den mehrfach ausgezeichneten Nordhessischen Kindermusiktagen.
Pauline Sachse  
Als eine der vielseitigsten Künstlerinnen der jüngeren Generation konzertiert Pauline Sachse mit MusikerInnen wie Isabelle Faust, Janine Jansen, Harriet Krijgh, und Martin Helmchen. Die gefragte Solistin und Kammermusikerin ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Moritzburg Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Sie konzertiert in Musikzentren wie der Wigmore Hall London, dem Wiener Konzerthaus und der Berliner Philharmonie. – Sie spielt eine Viola von Paolo Maggini (Brescia) aus dem Jahre 1610 sowie einen Neubau von Patrick Robin.  
Zu Alexej Gorlatch s. u.


Auftritt am 22. September – in voller Besetzung (Foto: Andreas Fischer, Kassel)

                   


Donnerstag 23. September 2021
 
15 Uhr  Präsentation CLASSIC-CLIP ∙ Preisträgerarbeiten aus
sechs Videowettbewerben

17 und 20 Uhr ∙ documenta-Halle

STILLE UND STURM

Alexej Gorlatch am Klavier im Dialog
mit Ludwig van Beethoven und Frédéric Chopin.


Ludwig van Beethoven:
Sechs Variationen über ein eigenes Thema in F-Dur, Op. 34
Frédéric Chopin:
Études Op. 10
      Nr. 1, Allegro
      Nr. 2, Allegro
      Nr. 3, Lento ma non troppo
      Nr. 4, Presto con fuoco
      Nr. 5, Vivace »Schwarze Tasten«
      Nr. 6, Andante
Scherzo No. 2 b-Moll Op. 31
Zwei Nocturnes
      Nocturne Es-Dur Op. 9 Nr. 2
      Nocturne c-Moll Op. 48 Nr. 1
Polonaise As-Dur Op. 53 »Héroïque«

 

»Die Kunst, die verfolgte, findet überall eine Freistatt:
erfand doch Dädalus, eingeschlossen im Labyrinthe, die Flügel,
die ihn oben hinaus in die Luft emporgehoben.
Oh, auch ich werde sie finden, diese Flügel!«

(Ludwig van Beethoven)

Alexej Gorlatch; Foto: Monika Lawrenz

Alexej Gorlatch ist spätestens seit seinem spektakulären Sieg beim ARD-Wett­bewerb 2011, als er den ersten Preis, den Publikumspreis und zahlreiche Sonderpreise entgegennehmen konnte, in der Liga der internationalen Piano-Stars angekommen.
Neben seiner Konzerttätigkeit hat er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim inne, wie zuvor bereits an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, und ist Juror internationaler Wettbewerbe.

                   



Samstag 25. September 2021
 
15 Uhr  Präsentation CLASSIC-CLIP ∙ Preisträgerarbeiten aus
sechs Videowettbewerben

17 und 20 Uhr ∙ documenta-Halle

AUFBRUCH

Fedor Rudin, Violine, und
Florian Noack, Klavier,
interpretieren Werke von Ludwig van Beethoven,
Witold Lutoslawski, Karol Szymanowski und Maurice Ravel.

Witold Lutosławski: Subito
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 12 Nr.  3
Karol Macjei Szymanowski: Mythen Op. 30
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Klavier G-Dur

  

»Echte Kunst ist eigensinnig.
Es gehört der Rhythmus des Geistes dazu,
um Musik in ihrer Wesenheit zu fassen .«
(Ludwig van Beethoven)

Fedor Rudin; Foto:

Fedor Rudin
»Ein fulminantes Glanzlicht an geigerischer Artistik« urteilte der Kölner Stadtanzeiger. Aber auch seine Leidenschaft für Oper, Sinfonie und das Dirigieren erbrachten dem gerade mal 28-jährigen zusätzlich die Position eines Konzertmeisters an der Wiener Staatsoper wie bei den Wiener Philharmonikern. Er spielt eine Violine von Lorenzo Storioni (Cremona, 1779) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds, die ihm von der Deutschen Stiftung Musikleben in Hamburg zur Verfügung gestellt wird.
Florian Noack   Im Alter von 25 Jahren erhielt er den Echo Klassik-Preis für seine Einspielung eigener Klavierbearbei-tungen von Orchesterwerken der Komponisten Peter Tschaikowsky, Nikolai Rimsky-Korsakow und Sergej Rachmaninow. Von der Kritik wird seine Fähigkeit zur subtilen plastischen Schattierung einerseits, aber auch zu orchestral anmutender Klangmacht andererseits gelobt – ein junges »Multi-Talent«, ein »bemerkenswert junger Virtuose mit schillerndem Ton«, der bereits zu den Großen seines Fachs zählt.


Auftritt am 25. September (Foto: Andreas Fischer, Kassel)

                   



Sonntag 26. September 2021
 
11 Uhr Öffentliche Probe
15 Uhr  Präsentation CLASSIC-CLIP ∙ Preisträgerarbeiten aus
sechs Videowettbewerben

17 Uhr ∙ documenta-Halle

NACHBARIN HOFFNUNG I

Das Morgenstern Trio mit Werken von Gabriel Fauré
und Ludwig van Beethoven.

Stefan Hempel, Violine ∙ Emanuel Wehse, Violoncello ∙
Catherine Klipfel, Klavier

Gabriel Fauré: Klaviertrio d-Moll  op.120
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur op.97 »Erzherzog«

 

20 Uhr ∙ documenta-Halle

NACHBARIN HOFFNUNG II

Das Morgenstern Trio mit Werken von Robert Schumann
und Arnold Schönberg.

Stefan Hempel, Violine ∙ Emanuel Wehse, Violoncello ∙
Catherine Klipfel, Klavier

Robert Schumann:  Fantasiestücke op.88
Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op.4 (Fassung für Klaviertrio
von Eduard Steuermann)

 

»Die Hoffnung nährt mich, sie nährt ja die halbe Welt,
und ich habe sie mein Lebtag zur Nachbarin gehabt.
Was wäre sonst aus mir geworden?«

(Ludwig van Beethoven)

Morgenstern Trio

Morgenstern Trio
Publikum und Presse feiern das Morgenstern Trio für höchsten kammermusikalischen und technischen Anspruch: es fasziniert mit gereiften Interpretationen und der Ausarbeitung feinster Nuancen. Vor allem die unüberhörbare Lust am gemeinsamen Ausdruck, die stets spürbare Neugier, die Unmittelbarkeit der Spiel­freude der drei Musiker ziehen das Publikum in ihren Bann, nicht zuletzt bei seinen zahlreichen gefeierten Tourneen durch die Vereinigten Staaten. Die reizvollen Gegensätze der Gattung in einem homogenen Gesamtklang auszubalancieren, ist die große Herausforderung beim Klaviertriospiel. Durch ebenso gewissenhafte wie kreative Beschäftigung mit dem Repertoire gelingt es dem Morgenstern Trio immer wieder auf beeindruckende Weise, dieses Ideal Wirklichkeit werden zu lassen. So zieht es seine Zuhörer mit jedem Takt in Bann: Unvergleichlich, unvergeßlich!
 

Öffentliche Probe mit dem Morgenstern Trio (Foto: Andreas Fischer, Kassel)

                   


 
 


Musikfest Kassel in der documenta-Halle


Kartenvorverkauf:  
alle HNA-Geschäftsstellen in der Region
Bauer&Hieber bei Musik Eichler, Ständeplatz 13, Kassel
Tourist Information Kassel, Wilhelmsstraße 23, Kassel
www.reservix.de

Kooperationspartner  

 

Abbildung Seitenanfang: Musikfest Kassel 2010 in der documenta-Halle
(Fotos documenta-Halle: Konzertverein Kassel e.V.;
© Porträtfotos bei den Künstlern.
Foto Ragna Schirmer: Maike Helbig, Foto Alexej Gorlatch: Monika Lawrenz,
Foto Morgenstern Trio: Irène Zandel, Foto Vogler Quartett: Özgür Albayrak,
Foto Florian Noack: Danilo Floreani. Die übrigen Fotos wurden
von den Künstlern zur Verfügung gestellt.

Gestaltung: Andreas Sandmann





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Musikfest Kassel 2021
Veranstalter: Konzertverein Kassel
Schirmherr: Oberbürgermeister Christian Geselle